Argentinien, Ende 2001: Nach drei Jahren Hyperrezession und dem Zusammenbruch des Banksystemsstehen viele argentinische Firmen vor dem Abgrund.So ergeht es auch der Textilfabrik Brukman, die inden letzten Wochen der Krise nur noch Bruchteileder Löhne bezahlen kann.

DIE SCHLACHT UM BRUKAMN erzählt die Geschichte von etwa 30 Näherinnen, die ihre von der Pleite bedrohte Näherei am 17. Dezember 2001 einfach besetzen und unter Eigenregie fortführen. Über Nacht werden aus den Arbeiterinnen, die vorher mit Politik nichts zu tun hatten, Helden eines neuen Klassenkampfes. Sie lesen Marx und Trotzki und gehen für eine gerechtere Gesellschaft auf die Strasse. Bald stellt sich jedoch heraus, dass die Opfer der Argentischen Finanzkrise nicht nur die Arbeiter sind, die um den Erhalt ihrer Arbeitsplätze kämpfen, sondern auch die Unternehmer, die zusehen müssen, wie ihr Lebenswerk in die Brüche geht. Die Schuld wird dennoch medienwirksam den jüdischen Besitzern der Textilfabrik BRUKMAN in die Schuhe geschoben, die im Laufe der Geschichte zum kapitalistischen Feindbild avancieren und am Ende sogar als personifizierter Schweinskopf durch die Gassen von Buenos Aires getragen werden. Nach einem Jahr und 4 Monaten wird der Traum der Selbstbestimmung allerdings jäh zerstört. In den frühen Morgenstunden des 17. April 2003 erstürmt die Polizei die Textilfabrik BRUKMAN und erobert das Fabrikgebäude zurück. Als wenige Tage später einige Arbeiterinnen von Brukman mit der Unterstützung von Tausenden Demonstranten die Polizeisperren durchbrechen wollen, um die Fabrik erneut einzunehmen, kommt es zu blutigen Ausschreitungen.

Eine Produktion von WDR und SWR

Produktionsjahr 2004
Länge 58 Minuten
Eine Produktion des WDR, SWR
In Kooperation mit Filmperspektive GmbH
Buch & Regie Marcus Vetter
Kamera Valentin Soza
Schnitt Saskia Metten
Ton Christian Eickhoff
Executive Producer Achim Johne
Associated Producer Holger Schüppel

Festivals

2004  FIPA, Festival International de Programmers Paris